Der Löwentanz

Der Löwentanz ist ein kulturelles Erbe Chinas und wird seit mehreren hundert Jahren praktiziert, um schlechte Einflüsse zu vertreiben und Glück, Frieden, Wohlstand, Erfolg und Gesundheit zu bringen. In China spielt der Aberglaube eine große Rolle und die Darstellung eines Löwentanzes gegen negative Einflüsse wird überall gerne gesehen.

 

Zurückblickend auf die Geschichte Chinas zählten die traditionellen Kung Fu Schulen schon immer zu den Bewahrern und Vertretern der chinesischen Kultur. Dies zeigt sich auch in der Ausübung des Löwentanzes. Er wird bei allen wichtigen festlichen Anlässen wie Neujahr, religiösen Feiertagen, Geschäftseröffnungen, Jubiläen, Veranstaltungen usw. vorgeführt.

Woher kommt der Löwentanz?

Über den Ursprung des Löwentanzes existieren viele Mythen und Legenden und auch erste Hinweise darauf in den Chroniken der Han-Dynastie.

 

Eine der populärsten Legenden erzählt, dass es einmal einen Kaiser gegeben hat, der sich große Sorgen machte, da sein Reich zu zerfallen drohte und er nicht wusste, wie er den Problemen beikommen konnte. Da hatte er nachts einen Traum, in welchem ihm eine fürchterliche Kreatur gegenüberstand. Der Kaiser war überzeugt, dass dies ein Hinweis sei und ließ von seinen Handwerker dieses Tier, welches er im Traum gesehen hatte, nachbauen. Er glaubte fest daran, dass es seinem Volk Wohlstand und Gesundheit bringen würde.

Wie sieht der Ablauf beim Löwentanz aus?

Heute gibt es unzählige Löwentanz-Ablauffolgen. Einige werden nur bei bestimmten Festlichkeiten ausgeführt, während andere wieder sehr allgemein sind. Einige dieser Abläufe sind:

  • „Der Löwe kommt aus seiner Höhle“,
  • „Der Löwe und die sieben Sterne und der Mond“,
  • „Der Löwe überquert eine Brücke“ und
  • „Der Löwe klettert über einen Berg“.

Dabei sind einige Grundbewegungen immer gleich, wie beispielsweise das Putzen der Beine, kratzende Flöhe, in den Schlaf fallen, verbeugen, spielen.

 

Dazu gehören unterschiedlichen Trommel-, Gong- und Zimbel-Rhythmen.

Eingeteilt werden kann der Löwentanz in drei Sektionen:

  1. schlafen, erwachen und verbeugen
  2. der Löwe sucht nach dem Choi Chiang (das Grüne=Fressen)
  3. der Löwe entdeckt das Grüne, frisst es, freut sich, verbeugt sich.

Manchmal wird der Löwe bei seinem Tanz von einem "Buddha" geführt, der als Symbol der buddhistischen Wahrheit einen "Palmenfächer" trägt. Er ist der Tutor des göttlichen Tieres, der es wach hält und ihm in seinem buddhistischen Studium hilft.